Sonntag, 29. Januar 2017

Eine noch größere Dampfmaschine...Die iJoy RDTA Box 200W

Nachdem ich euch ja neulich von meiner Lieblings-E-Zigarette erzählt und euch ebenfalls auch das Einsteigergerät meines Mannes vorgestellt habe, kommen wir nun zu den etwas fortgeschritteneren Maschinchen 😊

Mein Mann ist inzwischen völlig fasziniert von den ganzen Möglichkeiten, die diese E-Zigaretten bieten und es war klar, dass es nicht bei einer bleiben würde! Während wir auch im Anfang lediglich verbrauchsfertige Liquids genutzt haben, war ebenso schnell klar, dass die Themen "Selbstmischen und Selbstwickeln" über kurz oder lang auch auf dem Programm stehen würden.
Dazu werde ich aber noch mal einen Extrapost verfassen...

Wie gesagt, mein Mann hatte bereits einen riesen Spaß an seinem iStick Pico, nachdem er diesen mit weiteren Teilen ausbauen und noch mehr Dampf erzeugen konnte. In diversen Foren und auch auf Herstellerseiten gibt es immer wieder Neuerungen und so kam es, dass er sich mal wieder in unserem Dampfershop umsah und beraten ließ 😄

Ziemlich schnell wurde die Entscheidung getroffen und so kam er zur RDTA Box 200W von iJoy



Da sein Liquidverbrauch inzwischen schon recht hoch war (klar, wer viel Dampf will, braucht u.a. viel Liquid 😃), war die RDTA Box gleich schon allein deshalb überzeugend, da sie mit einem 12,8 ml großen Tank daher kam. Diese Tankgröße gehört wohl aktuell zu den größten Füllmengen am Markt!
Im Vergleich zu seinen ersten E-Zigaretten ist bei der RDTA Box der Tank direkt im Gehäuse mit eingebaut! Man hat also keinen kleinen und durchsichtigen Tank mehr obenauf sitzen, wo man das Liquid und die Füllmenge erkennen kann. Statt dessen findet man oben, neben dem Verdampfer, eine silberne Abdeckung zum Abschrauben vor, unter der sich der Kunststofftank zum Befüllen befindet. Dieser wird dann noch zusätzlich beleuchtet durch eine LED.


Ein weiterer Unterschied besteht im Verdampferbereich, denn hier gibt es ein sogenanntes IMC Decksystem, dass austauschbar ist und somit jede Menge Möglichkeiten und Vielseitigkeit bietet. Kompatibel ist dieses Decksystem mit den iJoy Combo & iJoy Limitless Classic Decks. Somit stehen hier über 10 weitere Wickeldecks zur Verfügung und als Nutzer kann man sehr viel ausprobieren und tüfteln. Natürlich auch sehr ideal, um herauszufinden, welches Deck den individuellen Geschmack und Bedarf zufrieden stellen kann.
Im Lieferumfang enthalten ist das IMC-3 Deck (Selbstwickler), wie ihr oben auf dem Foto erkennen könnt.
Weiterhin gibt es noch ein sogenanntes IMC Coil 3 dazu, was bedeutet, dass es ein fertig gewickeltes Coil ist und somit sofort einsatzbereit. Wie man wohl unten auf dem Foto gut erkennen kann, besitzt dieser Fertigkopf 3 Wicklungen. Er hat einen Widerstand von 0,15 Ohm und er ist ausgelegt für Leistungen von 50-100 Watt.
Für mich heißt das im Endeffekt, dass mein Mann wohl über kurz oder lang ALLE möglichen Decks hier haben wird, denn man kann ja nie wissen, ob es nicht noch besser geht 😤


Coil IMC 3
Die RDTA Box wird dieses Mal dann nicht über ein USB-Kabel aufgeladen, dieses liegt lediglich dabei, um am PC ein Software Update durchführen zu können.
Der benötigte Strom kommt von zwei Hochleistungsakkus, die man in einem separaten Ladegerät aufladen muss. Zum Glück hatten wir solch ein Ladegerät zu Hause, daher brauchten wir lediglich nur noch zwei Akkus, die nicht im Lieferumfang enthalten sind. Diese werden halt eingelegt, wie es in der Box sehr gut zu erkennen ist.


Über das Coil wird dann noch das "Top Case" gesteckt, so dass alles verdeckt ist. Das Top Case ist im gleichen Farbton gehalten wie die Box selbst.  Am Top Case befinden sich Luftschlitze, die sehr großzügig gehalten sind. Man bezeichnet sie auch als AFC-Schlitze (Airflow Control) und sie lassen sich einstellen, um somit die Luftzufuhr zu regulieren.

Wir kommen zum Mundstück (Drip Tip), dass sich oben auf dem Top Case befindet und meiner Meinung nach doch sehr groß ausfällt! Ich persönlich finde es eher unangenehm und riesig, wobei man hier auch dazu sagen muss, dass man es nicht dabei belassen muss. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass mein Mann das Glück hatte einen 510er Adapter in seiner Ausstattung dabei zu haben. Es gibt aber auch viele Verpackungen, in denen dieser wohl nicht dabei liegen soll??! Nun gut, solche Adapter sind i.d.R. aber leicht zu bekommen.
Wem also das Mundstück von der Öffnung her zu groß ist, der kann problemlos auf ein passendes Mundstück umrüsten.

Bevor wir zum praktischen Einsatz kommen, hier noch ein paar Produktdaten:
Größe: 28 x 55 x 135 mm
Ausgangsleistung: 5-200W
Ausgangsspannung: 1-8V
Ausgangsstrom: 1-45A
Widerstand: 0,05 - 3,0 Ohm
Display: 0,96 Zoll OLED
Durchmesser Tankeinfüllstutzen: 15 mm
Batterietyp: 2 x 18650 (nicht enthalten)



Nach dem Einlegen der Batterien wurde zunächst der Tank befüllt und das Fertigcoil verwendet.

Das Einfüllen von oben erfolgte leicht und einfach, da die Öffnung mit 15 mm ausreichend groß ist.

Dann wurde erst einmal das Display unter die Lupe genommen.



Von oben nach unten gelesen bekommt man folgendes angezeigt:
- Leistung
- Modus
- Spannung
- Widerstand
- Anzahl der Züge
- Akkustand

Oberhalb des Displays befindet sich der Feuerknopf und unterhalb findet man die beiden kleinen Knöpfe zum Einstellen. Im Standard-Display reguliert man hier die Wattzahl.

Nach dreimaligem Drücken des Feuerknopfes kommt man in das Menü und dort wird einem folgendes Bild gezeigt:


N = NI Modus = Temperaturmodus Nickel
T = TI Modus = Temperaturmodus Titan
S = SS Modus = Temperaturmodus Edelstahl
P = VW Modus = Leistung in Watt
Screen Rotation = Display lässt sich um 180 Grad drehen
Ramp Up Mode = User Modus = Hitzeentwicklung des Coils in verschiedenen Stufen (Soft, Normal, Hard, User = individuell in bis zu 6 Phasen möglich))
Set = Display an- und ausschalten, Zuganzahl zurück setzen

Nickel, Titan und Edelstahl bedeutet, dies sind die Materialien aus denen die Federn der Coils bestehen!

Nun ging es also los... 
Lieblingsliquid eingefüllt, alles eingestellt und los gedampft!
Es war schon sehr beeindruckend, wie aus so einem kleinen Gerät soooo viel Dampf entstehen kann 😃
Mein Mann war gleich hin und weg, nicht zuletzt, da er umgehend feststellen musst, dass auch der Geschmack wesentlich intensiver war als bei seiner "Kleinen". Dies hatte er so extrem nicht erwartet!
Und das allein schon mit dem Fertigcoil! 
Es ging also erst einmal nur um die Faszination über den genialen Geschmack und das Aroma. Dann folgte die Erkenntnis (nach einigen Stunden), dass die RDTA Box doch auch einen enormen Verbrauch an Liquid hatte 😊 Aber dies war ja bereits im Vorfeld durch Recherche und durch Erklärung unseres Händlers bekannt.

Am dritten Tag in Folge fuhr mein Mann zur Arbeit und rief mich dann plötzlich an und bat mich, dass ich mich doch mal bitte schlau machen sollte, was mit seiner Box los wäre, denn von jetzt auf gleich ging das Display nicht mehr an??! Alles funktionierte noch, lediglich das Display blieb dunkel,

Unser Händler hatte wegen Krankheit geschlossen und so suchte ich im Netz nach möglichen Lösungen. Unter anderem war ich auch auf der Webseite von iJoy, wo es ein Chatfenster gibt, dass sich auch öffnete und ich beschrieb dem netten Mitarbeiter das Problem. Ich hatte ja erst noch Hoffnung, dass es sich möglicherweise um ein Softwareproblem handeln könnte, dass sich per USB-Kabel beheben lassen würde. Es stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht so wäre.
Laut dem iJoy Mitarbeiter handelte es sich wohl um ein bekanntes Problem aus dem ersten "Batch" (Batch = Charge, Fertigung, Produktion). Einige Geräte würden dieses Problem aufweisen und man wüsste nicht, woran dies liegen würde.
Er riet mir unseren Händler aufzusuchen, da den Händlern dieses Problem bekannt sei.

Nun gut, ich musste dann zwei Tage warten und suchte unseren Shop auf. Unser Händler fand die Aussage sehr witzig, denn ihm wurde von diesen Problemen noch nichts mitgeteilt!
Aber er merkte auch an, dass es nicht ungewöhnlich sei, dass Lieferungen aus dem ersten "Batch" gerne mal Kinderkrankheiten aufweisen würden. Dies wäre nicht nur bei iJoy Geräten der Fall, sondern auch bei anderen Herstellern, wenn sie neue Geräte auf den Markt bringen.

Ich bat ihn natürlich darum, uns das Gerät gegen ein anderes auszutauschen, dass eben nicht aus dem ersten Batch wäre.
Leider war ihm dies nicht möglich, da es nicht ersichtlich wäre, aus welcher Produktionsreihe die Geräte stammen würden. Er vermutete aber gleich, dass alle seine RDTA Boxen aus der gleichen Reihe stammen würden, da sie alle am gleichen Tag geliefert wurden.
So blieb nichts anderes, als eben ein anderes Gerät mitzunehmen.

Als wenn ich es geahnt hätte... ein paar Tage später das gleiche Problem! Dieses Mal schrieb ich iJoy direkt an und warte noch heute auf Antwort!! Ich war mächtig sauer, denn es kostet Zeit, Parkgebühren und nervt, wenn man wegen dem gleichen bekannten Problem wieder auf etwas verzichten muss und dann nicht mal eine Antwort bekommt!

Inzwischen verwendet mein Mann das dritte Gerät und es geht nun kurioserweise bereits fast zwei Wochen gut! Aber ich traue dem Frieden noch nicht wirklich.

Mein Mann dagegen ist happy und sehr zufrieden! Nachdem er nun auch zum Selbstwickeln kam, musste er schnell feststellen, dass es immer noch besser geht und geschmacklich ergab das selbstgewickelte Coil eine erneute Steigerung. 
Es gibt jedoch auch Liquids, die ihm bisher doch noch immer in seiner kleinen E-Zigarette besser schmecken... naja, aber das liegt sicher an den noch weiteren, fehlenden Coils 😁

Das Reinigen des Tanks erfolgt durch das Einfüllen von heißem Wasser. Hierbei muss man natürlich sehr aufmerksam und vorsichtig vorgehen, denn es darf kein Wasser an die Elektronik geraten. Bei sehr intensiven Liquids sollte und muss man mehrfach Wasser in den Tank füllen, etwas stehen lassen und es dann wieder ablaufen lassen.

Das Aufladen der Akkus kann nervig sein, denn wenn er am Tag bis zu 14 Stunden außer Haus ist, hat er nicht die Möglichkeit die RDTA Box unterwegs im Auto zu laden. Ergo musste ein zweiter Satz Akkus her.

Insgesamt herrscht hier sehr große Zufriedenheit und die RDTA Box hat für meinen Mann praktisch für eine Weiterentwicklung gesorgt. Dadurch hat er sich auch an das Selbstwickeln heran gewagt und genießt sein Dampfen jetzt noch mehr. Den Zigarettenkonsum hat er inzwischen sehr drastisch reduzieren können, da ihm das Dampfen von Tag zu Tag mehr zusagt. 

video


Vorteile:
- ein sehr schönes und ausgefallenes Design
- durch das kompatible Decksystem sehr viele Möglichkeiten
- sehr viel Dampf und Geschmacksintensivierungen möglich
- zum Herantasten an das Selbstwickeln sehr gut, aber definitiv nichts für Einsteiger in die E-Zigaretten Welt

Nachteile:
- sehr schwer
- Akkus nicht aufladbar per USB-Kabel (die meisten Hersteller bieten diese Möglichkeit)
- muss aufrecht abgestellt/gelagert werden, da sonst ein Auslaufen nicht verhindert werden kann (lediglich die Watte "dichtet" ab)
- Kundenservice von iJoy hat nicht geantwortet zu bekanntem Problem
- Kunststofftank kann zwar ausgewaschen werden, aber dies muss äußerst vorsichtig mit heißem Wasser erfolgen. Risiko: Die Elektronik kann beschädigt werden.
- langfristig nicht absehbar, ob das Reinigen des Tanks ausreichend ist. Bisher kein Ersatztank erwerbbar

Für meinen Mann steht fest, dass diese Box für ihn wirklich toll ist, aber halt leider nichts für unterwegs. Da sie im Auto eher ungeeignet ist aufgrund der enorm großen Dampfentwicklung (durch das niedrigere Einstellen schwindet halt auch Geschmack), nutzt mein Mann sie nun eher für zu Hause am Abend. Sie gehört nun zu seiner Entspannung und zum Genuss zur gemütlichen Stunde.
Bei den genannten Nachteilen handelt es sich natürlich auch um eher subjektive Eindrücke, die individuell anders gesehen werden können.
Für ihn steht auch fest, dass er die Box definitiv noch mal kaufen würde, aber dann eben unter anderen Gesichtspunkten.

Das heißt also für mich, dass er die Tage wieder mindestens noch ein weiteres Gerät benötigt, dass er eben auch gut für unterwegs nutzen kann 😎


Dies ist kein Produkttest, sondern eine Produktvorstellung mit eigenen Erfahrungen!

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