Donnerstag, 12. Juli 2012

Lares GmbH - Teig in die richtige Form bringen

Wie ihr ja alle wisst, koche und backe ich leidenschaftlich gerne und das richtige Equipment steht für mich natürlich an erster Stelle! Ohne das richtige Handwerkszeug ist es immer schwierig auch ausgefallene Ideen umzusetzen.
Besonders bei Backformen und Backzubehör finde ich, das man nie genug zur Hand haben kann und entsprechend sieht der Inhalt meines Backschrankes aus :-) Standard-Backformen genügen mir schon lange nicht mehr und so kam ich auch an die Blechwarenfabrikation Lares GmbH.

Das Unternehmen besteht nun schon seit 1948 und die Herstellung vieler Produkte erfolgt auch heute noch zum Teil in traditioneller Handarbeit, woran man auch die besondere Qualität erkennen kann. Die Produktion findet zu 100% in Deutschland statt, was ich auch als sehr erwähnenswert bezeichnen möchte! Hier wird kein Wert auf außergewöhnliche Aufmachung oder Design gelegt, sondern man versucht den Bedürfnissen des Kunden zu entsprechen: einfache, zeitlose und vor allem funktionierende Produkte, die einem das tägliche Zubereiten von Leckereien ermöglichen sollen. Schließlich stellt niemand seine Backformen auf dem Tisch und heimst dafür Bewunderung ein, sondern das Endergebnis zählt! Und damit das Ergebnis stimmt, achtet man bei Lares darauf, das die Voraussetzungen dafür stimmen.
Bei Lares werden hochwertige Produkte aus Weißblech und Edelstahl hergestellt und die Auswahl ist übersichtlich und dennoch umfangreich:  

Für viele Bereiche findet man tolle Sachen, die auch für Ideen und Anregungen sorgen. So auch ein Backblech, das ich für euch ausprobiert habe und das mal wieder für schnelle und neue Abwechslung auf unserem Nachmittagstisch gesorgt hat.
Ich stelle euch heute mal ein Wolfszahnblech vor, das mir vorher noch nicht bekannt war und das besonders interessant ist für alle, die gerne und schnell mal etwas zum Kaffee oder einfach für zwischendurch zubereiten möchten.


Dieses Blech besteht aus Weißblech (nicht spülmaschinengeeignet, muss es aber auch nicht sein) misst 30 x 30 cm und passt in jeden handelsüblichen Backofen. Das Besondere an diesem Backblech ist, das es im Zickzack-Design ist und somit bietet sich jede Menge Platz für die Zubereitung von Kleingebäck (pro Backblech bekommt man ca. 32 Wolfszähne heraus).

Doch was sind Wolfszähne? Diese Frage habe ich mir als erstes gestellt, da ich ja eigentlich doch recht bewandert bin im Bereich Backen, war ich etwas erstaunt, das mir dieser Begriff so nun gar nicht geläufig war :-)
Wolfszähne gehören zur Kategorie Kleingebäck und bisher wurde das Blech hauptsächlich nach Frankreich verkauft. Aber auch bei uns habe ich einiges zum Thema gefunden, was allerdings eher zum Bereich Weihnachtsrezepte gehört, was ich persönlich nicht nachvollziehen kann. Allerdings kann ich mir inzwischen sehr gut vorstellen, das man die Wolfszähne sehr gut mit den entsprechenden Gewürzen auch zu dieser Zeit herrlich backen kann. Die Wolfszähne werden eben in diesem speziellen Blech gebacken und die Form soll an Wolfszähne erinnern.

Nun aber zum Blech und der Zubereitung. Ich habe als erstes das abgedruckte Rezept verwendet, was man als Rührteig bezeichnen kann. Der Teig ist also fix angerührt und das Blech wird eingefettet. Dies geht ebenfalls sehr schnell mit einem Pinsel.

Dann nimmt man einen Teelöffel und setzt in die Rillen jeweils 4 Häufchen pro Reihe mit genügend Abstand. Dabei sollte man darauf achten, das man nicht zuviel Teig nutzt, denn sonst wird es optisch nicht besonders toll. Der Teig verläuft natürlich und man muss die Wolfszähne auseinanderbrechen. Nimmt man zu viel Teig, sieht es eben recht unsauber aus und die Enden sind zu dick. Nach spätestens dem ersten Blech hat man aber schnell den Bogen raus :-)


Der Backofen wird vorgeheizt (180 - 200 Grad) und das Blech hinein geschoben. Backzeit ca. 10-15 Minuten. Dabei war ich gespannt, ob an den Rändern nicht der Teig überlaufen würde und vorsichtshalber habe ich ein Stück Alufolie auf den Herdboden gelegt :-) Mein Befürchtung war allerdings umsonst, denn der Teig verläuft zwar, tritt aber nicht über die Ränder!


Das Blech wird herausgenommen und mit einer Teigkarte "schabt" man die Wolfszähne heraus. Das geht ganz schnell und zum Abkühlen legt man die Wolfszähne einfach auf ein Tuch oder einen Teller.


Im Rezept war angegeben, das man 50-60 Gebäckstücke heraus bekommen würde. Ich habe insgesamt knapp 4 Backbleche voll gebacken und somit knapp 100 Stück hergestellt. Nach meinem ersten Blech war ich eben der Meinung, das weniger mehr ist und deshalb auch so eine große Menge. Außerdem finde ich kleinere Gebäckstücke auch für meine Jungs immer etwas handlicher und das Risiko ist geringer, das sie mir alles voll krümeln ;-)

Die genaue Anleitung und auch das Rezept findet ihr übrigens in meiner Hexenküche ;-)

Das Reinigen geht extrem schnell und einfach. Einfach das Blech in etwas Spülwasser gehalten und mit einem Spültuch oder einer weichen Bürste die Reste abgewischt und fertig/einsatzbereit für die nächste Ladung war das Blech. An dieser Stelle möchte ich noch einmal die Qualität des Backbleches hervorheben, denn aus der Vergangenheit heraus habe ich bis dato mit Weißblechformen noch nie so tolle Ergebnisse erzielt und auch die Reinigung dieser Weißblechformen (ich habe jede Menge Tortelettsförmchen) war bisher für mich immer sehr mühsam. Das Wolfszahnblech dagegen...einfach nur simpel und klasse.

Das Ergebnis waren also die fertigen Wolfszähne über die meine Jungs gleich hergefallen sind :-) Direkt nach dem Backen wurden sie zwar gegessen, aber so richtig wirklich kamen sie noch nicht an. Ich muss sagen, sie erinnerten geschmacklich stark an einen Biskuitboden bzw. auch an meine allerersten Versuche Madeleines zu backen :-)
Nachdem die Wolfszähne allerdings einen Tag in einer gut schließenden Dose verweilt waren, veränderte sich der Geschmack erheblich und ich muss sagen...lecker!! Auch meine Jungs kamen dann doch noch auf den Geschmack und ruckzuck war alles vernichtet :-) 
Mein Fazit für das nächste Mal: zum einen werde ich den Geschmack der Wolfszähne etwas "auftunen", in dem ich experimentieren werde mit verschiedenen Backaromen. Außerdem kann ich mir gut vorstellen, das ich demnächst auch mal mein Madeleines Rezept für die Wolfszähne missbrauche :-) Näheres werdet ihr dann natürlich in meiner Hexenküche wiederfinden :-)

Insgesamt ein sehr schöner Test, der mir natürlich viel Spaß gemacht hat, da ich mich mal wieder meinem Lieblingsthema Backen widmen konnte. Nicht zuletzt, da ich bereits beim Backen einige Ideen hatte, wie ich zukünftig diverse Wolfszahnarten backen könnte :-)

Das Backblech stellt also ab sofort in meiner Küche eine tolle Bereicherung dar und eignet sich hervorragend um "mal eben schnell" etwas leckeres auf den Tisch zu bringen bzw. auch um auf Vorrat backen zu können.

Jetzt wollt ihr sicher noch wissen, woher ihr das tolle Blech beziehen könnt und was diese nette Spielerei kostet? :-)

Die Firma Lares GmbH vertreibt ihre Produkte nicht direkt an Endkunden, aber man hat die Möglichkeit die Produkte über Amazon (natürlich auch über gut sortierte Fachhändler) zu beziehen.
Das Wolfszahnblech erhält man hier für € 10,50 und das ist ein wirklich sehr guter und fairer (günstiger) Preis! Da habe ich oft schon weitaus mehr für qualitativ minderwertigere Backformen ausgeben müssen!

Also, meine Empfehlung habt ihr auf jeden Fall und jetzt mal schnell bestellt und gebacken, ich will weitere Ideen und Anregungen lesen :-)

Kommentare:

  1. Hey die haben wir auch gerade im Test, also die Firma, leider haben wir einen verstellbaren Backrahmen bekommen, dabei ist der Test schon was aufwendiger, da wir uns einiges einfallen lassen müssen, ich denke da wahrscheinlich an ein Mehrstöckiges Backwerk. Mal sehen ob das klappt....

    LG Frank The Tank
    von Frankies Testwelt
    http://www.frankiestests.blogspot.com

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