Mittwoch, 25. April 2012

Stevia - ideal als Zuckerersatz?!

Das Thema Stevia geistert ja nun schon längere Zeit durch die Presse und von überall her hört und liest man immer wieder, das alle eigentlich sehr neugierig, aber auch sehr skeptisch dem Thema gegenüber stehen.

Also wird es Zeit einmal selbst Hand anzulegen und Stevia auszuprobieren.

Was genau hat es denn nun mit Stevia auf sich?
Ganz einfach - Stevia ist ein Stoffgemisch, das aus der Stevia Pflanze (Stevia rebaudiana) gewonnen wird und als eine Art Süßstoff eingesetzt werden kann. Der Vorteil von Stevia liegt darin, das es keine Kalorien besitzt, nicht kariogen ist und auch für Diabetiker geeignet ist.

Man sagt der Stevia Pflanze nach, das ihr Geschmack lakritzähnlich sei und inzwischen haben bereits etliche Hersteller versucht, diese Bestandteile zu isolieren, so das der "Nebengeschmack" nicht mehr auftritt. Stevia hat eine Süßungskraft die 300 mal stärker ist als Zucker, somit ist die Dosiermenge natürlich genau zu beachten. Man kann beispielsweise nicht mal eben sein Lieblingskuchenrezept mit Stevia backen, da das Mengenverhältnis nicht mehr stimmt.

Stevia Pflanzen wurden bereits vor über 500 Jahren in Paraguay und Brasilien als Heilpflanzen eingesetzt.
Es gibt viele kontroverse Diskussionen darüber, ob Stevianutzung auch gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann. Da es aber bis heute keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, hat man sich wohl entschieden Stevia nun auch in Deutschland offiziell als Lebensmittelzusatzstoff zuzulassen.

Nun wurde mir angeboten, durch die Firma Vitalingo, Stevia auszuprobieren und ich hatte die Wahl zwischen Stevia-Pulver oder Stevia-Tabs.


Vitalingo

Vitalingo

  Ich entschied mich für das Pulver, da ich so weit aus mehr Probiermöglichkeiten sah als mit den Tabs.
Wer mich kennt weiß, das in meinem Haushalt sehr viel gekocht und gebacken wird und das wir eigentlich einen recht hohen Zuckerverbrauch haben. Bei Backrezepten versuche ich immer soweit es geht die Zuckermengen zu reduzieren, aber dies ist natürlich auch immer nur bis zu einem gewissen Maß möglich.
Süßstoffe kommen bei mir nicht in Frage, da ich den Nachgeschmack nicht mag.

Nun kam also mein Päckchen Stevia-Pulver bei mir an und ich war natürlich sehr neugierig :-)


Die Packung selbst enthält neben Nährwertangaben, Inhaltsmenge, Online Shop Adresse und Hersteller natürlich auch eine Zutatenangabe (Stevia Pulver > 95% Steviolglycoside). Hier kommt mein Kritikpunkt Nummer 1: welche Zutaten sind in der verbleibenden Menge von <5% enthalten??

Kritikpunkt Nummer 2 ist, das es keinerlei Umrechnungstabellen- oder Angaben gibt, so das ich erst einmal googlen musste. Das ist natürlich für jemanden, der sich noch nie mit Stevia beschäftigt hat nicht besonders toll.

Nachdem ich eine Seite gefunden hatte, die mir "erste Hilfe" leisten konnte, probierte ich als erstes Stevia aus um meinen Kaffee zu süßen.
Ich nehme immer 1,5 TL Zucker auf eine große Bechertasse. Wenn ich meinen Kaffee nun mit Stevia süße, nehme ich vorsichtig ca. eine Messerspitze voll.
Da mir eine Freundin gesagt hatte, das sie persönlich diesen lakritzartigen Geschmack nicht mag (ihr Mann dagegen bemerkt wohl keinen Lakritzgeschmack), war ich natürlich sehr skeptisch vor meinem ersten Schluck
Ich fand meinen Kaffee allerdings völlig in Ordnung und konnte keinerlei Neben- oder Nachgeschmack feststellen, was mich natürlich schon mal sehr beruhigte.

Mein nächster Versuch bestand darin, den heißgeliebten Wackelpudding meiner Kinder mit Stevia zu süßen.
Laut Packungsangabe wird der Wackelpudding mit einem halben Liter Wasser und 75-100 g Zucker angerührt. Hier benötigte ich dann wieder die Umrechnungstabelle, die ich auf dieser Seite gefunden habe und wo man auch einige Rezepte zur Verwendung mit Stevia findet: sugarfreestevia

Hier findet man z.Bsp. die Angabe, das 200 g Zucker gleichzusetzen sind mit 1 TL Stevia Pulver (bei einer Zusammensetzung von Stevia in Höhe von 90%).
Da mein Stevia Pulver ja, wie oben erwähnt >95%ig sein soll, habe ich nur einen gestrichenen halben TL genommen.

direkter Vergleich 100 g Zucker = 0,5 TL Stevia Pulver
Da ich mir nicht sicher war, ob die 5 % Unterschied sich bemerkbar machen, war ich bei der Dosierung erst einmal etwas zurückhaltender und schmeckte die heiße Flüssigkeit erst einmal ab. Es schmeckte sehr süß und ich verbrauchte nicht einmal die gesamte, vordosierte Menge.

Rest Stevia nach Anrühren des Wackelpuddings
Nun war ich natürlich gespannt ob es meinen Jungs auffallen würde :-)

Alle 3 aßen ihren Wackelpudding mit gleicher Begeisterung wie immer und keinem der Jungs fiel etwas auf. Ich wollte dann natürlich auch noch mal probieren und als erstes fiel mir auf, das die Farbe etwas heller war als sonst. Geschmacklich war ich persönlich überhaupt nicht zufrieden, denn zum einen war die Süße nun nicht mehr so intensiv wie im heißen Zustand (da würde ich dann beim nächsten Mal den gesamten halben TL nehmen) und zum anderen hatte ich im hinteren Bereich meines Gaumens eine Art Nachgeschmack, der zwar nicht unangenehm, aber dennoch sehr auffällig und ungewohnt war. Ich möchte fast schon behaupten, das dieser Nachgeschmack leicht ins bittere ging.


Naja, meinen Jungs hat es geschmeckt und das war die Hauptsache :-) Es ist natürlich in diesem Falle für uns Mütter auch sehr beruhigend, das der Pudding mit Stevia kein Karies fördert! Gerade Wackelpudding benötigt sehr viel Süße, damit der Geschmack zum Tragen kommt!

An ein Kuchenrezept habe ich mich bisher noch nicht getraut, da ich noch kein passendes bzw. überzeugendes Rezept gefunden habe. Weiterhin habe ich wohl noch unseren Pfannkuchenteig mit Stevia gesüßt und da ich Apfelpfannkuchen zubereitet hatte (mit Zimt im Teig), bemerkte ich hier wiederum keinen Nachgeschmack. Ich denke, das es auch abhängig ist von den weiteren Zutaten und kann mir gut vorstellen Stevia beim backen nutzen zu können, allerdings immer in Kombination mit ausgeprägten Aromen oder geschmacksintensiven Zutaten.

Alles in allem war dieser Test sehr informativ und interessant und ich halte Stevia für eine tolle Alternative für Zucker. Besonders für Personen die aus gesundheitlichen Gründen auf Zucker verzichten sollten/müssen, bietet Stevia hier wirklich eine geniale Alternative. Der "Nebengeschmack" ist sicherlich eine Gewohnheitssache oder auch individuell verschieden. Wie bereits erwähnt, meine Freundin nennt diesen Geschmack lakritzartig und ich konnte keinerlei Lakritzeigenschaften herausschmecken.Vielleicht ist es auch eine Einbildung...Ich denke, das muss jeder für sich entscheiden!

Wer nun ebenfalls neugierig geworden ist, der kann sich bei Vitalingo selber umschauen und aktuell kann ich euch Stevia aus diesem Shop nur wärmstens empfehlen, denn es ist im Angebot!! :-)

Vitalingo

Ob ihr euch nun für die Stevia Tabs (1000 Stück) oder für das Stevia Pulver (50 g Beutel) entscheidet, beides kostet im Moment nur € 7,90 statt der sonst üblichen € 14,90. 

Ansonsten bietet Vitalingo auch noch jede Menge weitere Produkte an  aus den Bereichen Vitalprodukte und Nahrungsergänzungsmittel. Die Versandkosten innerhalb Deutschlands betragen € 5,90 und zahlen kann man via Paypal, Rechnung/Lastschrift, Sofortüberweisung, Vorkasse und Kreditkarte.

Einen Tip habe ich noch für Vitalingo: es werden hier auch Backbücher zum Thema Backen mit Stevia angeboten und vielleicht wäre es eine interessante Idee, wenn man eine Kategorie einrichten würde für Auszüge aus diesen Büchern. Als Kunde erhält man so erste Anregungen zum Umgang mit Stevia und auch einen Anreiz zum Kauf eines Buches :-)

Kommentare:

  1. Hallo, deinen Artikel über Stevia muss ich unbedingt mal meiner Frau zeigen, das währe bestimmt was für unsere zwei kleinen Leckermäuler.

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    1. Hallo Chris,
      interessant ist Stevia auf jeden Fall (finde ich) und ich werde auch zukünftig für meine kleinen "Zuckerschnuten" Stevia in diverse Puddings & Co rühren :-) Ist doch wirklich eine (zahn-) beruhigende Sache :-)

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  2. Diesen bitteren Nachgeschmack kenne ich bei Stevia auch, das ist das Einzige, was mich dran stört.

    Liebe Grüße
    Simone

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  3. Hallo, den Bericht finde ich sehr informativ und schön geschrieben. Ich würde Stevia immer als Mischsüssung einsetzen, da nicht mehr als 4 mg / Kg Körpergewicht als Konsum empfohlen werden. Bei Kindern ist die Greneze sonst zu schnell erreicht. Unser eigenes Getränk enthält übrigens Saft und Stevia. Die empfohlene Menge sehe ich als reine -vielleicht sogar überzogene - Vorsichtsmassnahme der Behörden.

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