Sonntag, 1. Januar 2012

Dr. Oetker Brandteig Garant - eine tolle Idee für die schnelle Küche!

Ich schulde euch noch einen Bericht über ein neues Dr. Oetker Produkt: Brandteig Garant. Diese Backmischung durfte ich, gemeinsam mit 1999 weiteren Konsumgöttinnen, ausprobieren und bewerten. Nach diversen Versuchen und auch Rücksprachen mit meinen Freunden & Bekannten, möchte ich euch den Brandteig aus der Tüte nun einmal näher vorstellen.


Wie ihr ja alle wisst, bin ich ja eigentlich kein großer Freund von Fertigprodukten, lasse mich aber immer wieder gerne vom Gegenteil überzeugen, wenn ein Produkt halten kann, was es verspricht und nicht künstlich schmeckt!
Dem  Thema Brandteig stand ich also auch mal wieder sehr skeptisch gegenüber, da ich diese Art von Teig doch häufiger im Jahr selber zubereite und für mich persönlich stellt es nun keine große Herausforderung dar. Ich weiß allerdings von vielen anderen Personen, das sie die Zubereitung eher scheuen.

Nun ja, jetzt aber zum Dr. Oetker Brandteig Garant: ein Tütchen mit 65 g Backmischung (Zutaten: Stärke, Weizenmehl, 2% Hühnereiweißpulver, Backpulver (Backtriebmittel Dinatriumdiphosphat), Natriumhydrogencarbonat, Trennmittel (E451)) als Inhalt ist die Grundlage! 
Man gibt den Inhalt in eine Rührschüssel und fügt selber nur noch 2 Eier, 2 EL Öl und 75 ml Milch hinzu:


Nun mit dem Mixer (Rührstäbe) kurz auf niedrigster Stufe, dann 2 Minuten auf höchster Stufe zu einem glatten Teig verarbeiten. Die entstandene Teigmenge soll einem traditionellem Backrezept mit 2-3 Eiern entsprechen.
Dem kann ich zustimmen, da bei meinem Standard-Rezept für Brandteig in etwa die selbe Teigmenge ensteht!

Nun wird der klassische Windbeutel beschrieben (Rezept auf der Tüte Windbeutel mit Kirschfüllung): mit 2 Esslöffeln soll man, auf ein mit Backpapier belegtes Blech, 8 Teigportionen aufbringen. Der Backofen soll auf 200 Grad vorgeheizt sein (Ober./Unterhitze wird empfohlen) und das Blech wird sofort in den Backofen geschoben. Backzeit ca. 25 Minuten / in den ersten 15 Minuten soll man den Backofen nicht öffnen, da sonst die Windbeutel zusammenfalten könnten.

Ich habe mich natürlich NICHT an die klassische Variante gehalten :-) Kann ja jeder :-) Da meine Jungs so gerne diese kleinen Miniwindbeutel essen, gefüllt mit Sahne, habe ich mich entschieden diese Variante zuzubereiten. Hierfür habe ich den Teig also mit zwei Teelöffeln auf das Blech gesetzt.


Ich habe 17 kleine Häufchen auf mein Blech setzen können (habe allerdings Backfolie darunter gelegt):


Ab in den Backofen und nach knapp 20 Minuten waren die Windbeutelchen fertig.


Sie sind schön aufgegangen, allerdings waren einige an verschiedenen Stellen oberflächlich "eingerissen" - so etwas passiert mir bei meinen herkömmlich zubereiteten eher selten.
Dazu aber später mehr...

Ich wäre ja nicht ich, wenn ich die Windbeutel banal mit Sahne gefüllt hätte :-) Ich hatte vor ein paar Monaten mal in einer Sendung einen Beitrag aus der Dr. Oetker Versuchsküche gesehen und hier wurde für eine Kuchenfüllung Sahne mit Cremedessertpulver (z.B. Paradiescreme) aufgeschlagen. Da ich noch ein Päckchen Vanillegeschmack da hatte, wurde daraus dann auch gleich meine Füllung gemacht 


Die Creme fix in einen Spritzbeutel gefüllt mit feiner Lochtülle und an jedem Windbeutelchen eine weiche Stelle gesucht, die Lochtülle hinein gesteckt und die Beutel gefüllt.


Die fertigen Windbeutelchen auf eine Servierplatte gelegt und mit Puderzucker bestäubt - fertig!
Alles in allem war ich gerade mal 40 Minuten beschäftigt (inkl. Backzeit - effektive Arbeitszeit für mich ca. 20 Minuten mit spülen und wegräumen)!!


Von innen sehen die Windbeutelchen ebenfalls sehr lecker aus


Wer also schnell mal leckere Windbeutel zaubern möchte, ist mit dem Dr. Oetker Brandteig bestens bedient! Auch geschmacklich war kein Unterschied zu meinem selbstgemachten Brandteig festzustellen. Allein dafür vergebe ich schon eine 1+!!

ABER - ich wäre ja nicht Sanna, hätte ich nicht doch etwas zu bemängeln :-)
Die Miniwindbeutel waren ja nicht mein erster Versuch! Da ich ein Kochbuch habe, in dem sich ein Rezept für Schwäne befindet, dachte ich, ich könnte euch mit einer wunderschönen Windbeutelvariation überraschen. Ich bereitete den Teig also wie oben zu und versuchte, wie im Buch beschrieben, die Schwäne (rosettenförmiger Windbeutel als Körper, S-förmige Streifen für den Hals) auf das Blech zu spritzen. Die Konturen meiner Sterntülle waren auch zunächst sehr gut sichtbar. Während ich allerdings die nächsten Teile aufspritzte, bemerkte ich bereits, das sie wieder verschwanden. Das lag daran, das der Teig etwas zu weich für Spritzgebilde ist. Nun ja, gebacken habe ich sie trotzdem, aber sie sind optisch nicht mal ansatzweise so schön gewesen, wie sie hätten sein sollen. Außerdem waren die Hälse zuerst fertig und da sie innerhalb von 10 Minuten bereits fertig waren, musste ich die Backofentür öffnen und tatsächlich - die Körperteile (Windbeutel) fielen zusammen :-(
Das passiert bei selbstgemachtem Brandteig nicht (ist mir zumindest bisher noch nie passiert). Naja, geschmeckt hat es dennoch, auch wenn ich die Brandteigstücke doch nur noch zum Dippen der Creme nehmen konnte.

Eine Bekannte, die mit mir ausprobieren durfte, versuchte sich in "Spritzringen" - diese leckeren Kringel werden auf ein Stück Back- oder Pergamentpapier gespritzt und man lässt sie in heißes Frittierfett gleiten. Anschließend dürfen sie abtropfen und auskühlen, ehe man sie mit Zuckerguß überzieht.
Ihr Fazit war ebenfalls, das der Teig zu dünn für solche Aktionen wäre, denn ihre Spritzringe sind ihr auch mehr oder weniger "verlaufen" und sie hatte eher eierförmige Gebilde, wie sie mir erzählte :-)

Ansonsten waren alle begeistert - ob herzhaft (eine Freundin hatte das Rezept aus der beiligenden Broschüre mit Hackfleisch ausprobiert) oder die süße Variante (die meisten probierten die klassischen Windbeutel mit Sahne & Kirschen aus) - der Arbeitsaufwand war für alle eher gering, die Ergebnisse sehr überzeugend und man ist sich einig, das es sich auf jeden Fall lohnt, zukünftig immer eine Packung Dr. Oetker Brandteig Garant im Hause zu haben.

Für mich war es ebenfalls ein sehr schöner Test, der mir und meinem Hobby natürlich sehr entgegen kam. Vielleicht schafft Dr. Oetker es ja noch die Rezeptur so abzuändern, das man den Teig vielleicht doch noch spritzen kann :-) Dann würde selbst ich mir überlegen, zukünftig nichts mehr anzurühren und nur noch Brandteig aus der Tüte zu machen :-)

Kommentare:

  1. Hallo.

    Toller Beitrag, super geschrieben. Ich habe mich bisher nicht an Brandteig rangetraut, obwohl wir gerne Windbeutel essen. Ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren, du hast mich überzeugt, das es garnicht so schwer ist.

    Danke und Frohes Neues Jahr

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  2. Danke Maria und auch dir ein frohes neues Jahr!

    Ja, mit dem Dr. Oetker Brandteig geht wirklich nichts schief :-) Versprochen, ist wirklich schnell und sehr einfach - halt sozusagen gelingsicher :-)

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  3. mhhh die sehen aber sehr lecker aus! Ich hab sie auch schon getestet und finde sie sehr gut und vor allem einfach zu machen. glg Gabi♥

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  4. Hallo. Schöner Beitrag. Ich durfte den Brandteig Garant auch testen und bin bisher sehr zufrieden damit. Die Konsistenz des Teiges war bei mir auch einmal zu weich, aber das tat meinem Backwerk keinen Abbruch ;)

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  5. Guten Morgen, danke und ja, einfacher geht es wohl wirklich nicht :-)
    @Romy: ich bin halt manchmal etwas perfektionistisch angehaucht :-) Naja, das Auge ißt halt mit :-)

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  6. Super ich liebe diese aber wo kauft man diese Mischung in der Schweiz?

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  7. Hallo,

    leider schmeckt der Garant Brandteig bei weitem nicht so gut wie richtiger Brandteig und er ist definitiv zu teuer.
    Schmeckt leider nur wie Industrieware.

    Öl, Eier und Milch muss ich ja selber noch zufügen, genau wie beim selbstgemachten Branteig.
    Bei dem kommt nur noch Mehl dazu...und das ist nicht so teuer wie dieses Tütchen.

    Ist also nur für Faule.




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