Montag, 4. April 2011

Biozoon Molekulare Desserts - Baukasten für die Küche

Alle, die mich schon länger kennen (besonders die Leute aus dem Chefkoch), wissen, das Kochen & Backen zu meinen größten Hobbies gehört.
Es gibt kaum ein Thema mit dem ich mich noch nicht befasst habe (von Einkochen über Brot backen bis hin zu aufwendigen Motivtorten uvm.) und natürlich hat mich die "Molekulare Küche", seitdem ich darüber einen Bericht gesehen habe, brennend interessiert.

Für viele ist es eine unsinnige Spielerei mit Lebensmitteln, für mich dagegen eine neue Erfahrung und sehr schöne und außergewöhnliche Art zu "kochen" und Speisen in "Szene" zu setzen - das Auge isst halt mit!

Bei meiner Recherche durch das Internet (hauptsächlich, weil ich auf der Suche nach außergewöhnlichen Geschenkideen war) traf ich auf die Seite Biozoon, die sich mit dem Thema Molekulare Küche beschäftigt und sogenannte "Baukastensysteme" und mehr zum Thema anbietet:

"Die biozoon gmbh wurde im Jahr 2001 gegründet, ist ein junges, aufstrebendes Unternehmen und arbeitet im Bereich der Forschung, Entwicklung und Vertrieb von innovativen Produkten. Nicht nur für die professionelle Gastronomie, sondern vor allen Dingen auch für den interessierten Hobbykoch – der eigenen Kreativität werden durch die texturePro-Produkte und allen weiteren Sortimenten keine Grenzen gesetzt."

Das fand ich sehr ansprechend und ich las weiter...
"Der texturePro®-Systembaukasten bietet Ihnen den idealen Einstieg in die Molekulare Gastronomie. Anhand von 9 verschiedenen Gelier- und Verdickungsmitteln können sie die Vielfalt der Texturen entdecken, mit denen Sie Ihre Gäste kulinarisch überraschen können.

Durch das Baukasten-System bietet sich Ihnen die Möglichkeit, die Funktionen verschiedener Texturgeber zu kombinieren und die Resultate zu vergleichen. Zusätzlich steht ihnen unsere Applikationsberatung per E-Mail oder telefonisch zur Verfügung, um konkrete Probleme schnell und fachkundig zu lösen."

Na, da kann ja eigentlich nicht viel schief gehen, dachte ich und so kam ich zu meinem Baukasten "Molekulare Desserts":


Das Äußere ist bereits sehr ansprechend, da es sich um eine kleine Metalldose handelt, in der sich alles befindet, was man zur Herstellung der Desserts benötigt:


Neben den verschiedenen Pulvern, die zur Texturgebung der verschiedenen Rezepte benötigt werden, erhält man eine Tropfflasche (zur Herstellung von Aromakapseln), einen Sieblöffel, einen Dosierlöffel und ein Rezeptbuch mit 30 Rezepten (detailliert bebilderte Anleitungen von bekannten Patissiers) und zwei Röhrchen mit für Lebensmittel geeignete Farbpigmente die perlig-golden oder rot-metallisch schimmern.

Nun konnte es also los gehen und ich nahm mir erst einmal das Buch zur Hand
Die Autorin Gabriele Randel hat es sehr schön strukturiert aufgebaut:
zunächst einmal wird erklärt, was molekulare Desserts eigentlich bedeuten und welche Aufgaben die einzelnen Pülverchen aus dem Baukasten haben. Jedes Pulver wird einzeln erklärt (woraus es hergestellt wird und welchen Zweck es hat), dann folgen Erläuterungen zu den einzelnen Verfahren (Herstellung von festen Gelees, gelierten Schäumen, luftige Schäume, flüssige Kapseln, und Effekte mit Perlglanzefekten).

Dann kommen die Rezepte geordnet nach "Für den einfachen Einstieg", "Für Fortgeschrittene" und "Kleine Herausforderungen".

Am Ende des Buches findet man noch Adressen der Patissiers, Bezugsquellen und natürlich noch mal ein Rezeptregister.

Nachdem ich mich also erst einmal ausgiebig durch das Buch gearbeitet hatte und begeistert war, wie toll die Beschreibungen waren, wollte ich natürlich auch gleich loslegen und durchforstete meine Küche nach Zutaten um gleich starten zu können.

Ich entschied mich für ein fortgeschrittenen Rezept (ja, ja, ich weiß immer gleich übertreiben wollen :-) ), da ich hierfür alles im haus hatte und sicher war, das es meiner Familie auch schmecken würde.

Da ich es ja irgendwie nie schaffe, mich an originale Rezepte zu halten, musste auch hier gleich eine Änderung her. Statt Himbeeren verwendete ich Erdbeeren, da ich diese noch zuhause hatte und dieses molekulare Dessert kam dabei heraus:

Panna-cotta Tagliatelle mit Erdbeerschaum



Ich muss sagen, ich war wirklich stolz auf mich, da es (für mich persönlich) sehr leicht herzustellen und anzurichten war aufgrund der tollen und gut beschriebenen Erklärungen. Ich hatte dieses Dessert in ca. 30 Minuten fertig gestellt, war jedoch etwas skeptisch, was den Geschmack anbetraf, da das Panna Cotta Gelee doch sehr fest ist (was auch so sein soll).

ABER, ich sage Euch, es schmeckt toll! Auch wenn die Textur sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ist, man ist fasziniert von dem Geschmack, den man so eigentlich nicht erwartet! Sehr geschmacksintensiv (die Panna-cotta Tagliatelle schmecken fantastisch nach Vanille) und auch optisch ein absoluter Hingucker. Ich ließ eine Freundin probieren und auch sie war positiv überrascht, da sie so einen intensiven Geschmack nicht erwartet hatte.
Selbst meine Jungs waren begeistert, wobei ich dachte, das diese eher auf die "Nudeln" reagieren würden, aber es kam ein "Mhhh Mama, das ist lecker" und das heißt bei beiden schon was ;-)

Da ich so begeistert bin, musste ich Euch jetzt auch davon erzählen und sobald ich weitere Rezepte ausprobiert habe, werde ich Euch die Fotos natürlich nicht vorenthalten.

Wer also jetzt auch Lust auf die "Molekulare Küche" bekommen hat oder nach einem Geschenk sucht für einen Hobbykoch, der schon alles hat, der sollte sich einfach mal bei www.biozoon.de umschauen.

Es gibt dort natürlich nicht nur Baukästen für Desserts, sondern auch Molekulare Cocktails (u.a. gibt es da ein Pülverchen, womit Getränke im Dunkeln leuchten - wäre sicher toll zu Halloween gewesen), Molekulare Partyhighlights und noch vieles mehr).

Weiterhin bietet Biozoon Workshops zum Thema an und auch Cateringservice.

Und jetzt kommt das Beste :-)
Wer Gefallen an meinem Bericht gefunden hat und sich entschließt bei Biozoon zu bestellen, der kann mit folgendem Code 10% sparen:

fb2011sp

Viel Spaß beim Schauen und selbst ausprobieren - es ist wirklich ein sehr außergewöhnliches Thema, aber dazu sehr reizvoll und inspirierend!


erstellt November 2010

1 Kommentar:

  1. Das ist ja wirklich ein tolles Set! Und das Experimentieren macht so viel Spaß :)

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